Israfil, 56 Jahre, ist Staatsbeamter. Seine Frau Elmira, 52, arbeitet als Redakteurin im Rundfunk. Sie sind seit 1976 verheiratet und haben drei Kinder. Sie leben in Baku.
Wie habt ihr euch kennengelernt?
Elmira: An der Universität Baku, wir studierten an der gleichen Fakultät. Er hat den ersten Schritt gemacht. Ich fand ihn sehr attraktiv. Bevor er zum Wehrdienst nach Russland musste, hat er mir einen Antrag gemacht. Wir hatten zu dieser Zeit intensiven Briefwechsel, er hat mir viele Gedichte geschrieben. Auch jetzt habe ich einen Koffer voll seiner Gedichte.
Israfil: Sie hat mir gut gefallen. Wir haben uns angefreundet. Damals sind wir oft zusammen ausgegangen. Ich war dann auch mal bei ihren Eltern zum Kennenlernen.
Was liebst du an ihm/ihr?
Elmira: Ich hatte großen Respekt vor ihm, weil er sehr gut studierte. Er verkörpert viele positive Eigenschaften, die ich an Menschen schätze. Außerdem sieht er gut aus.
Israfil: Sie hat ein reines Gemüt, sie ist schön. Ich mag sowohl ihren Charakter als auch ihr Aussehen. Von Anfang an hatten wir eine ernsthafte Beziehung.
Was bedeutet Liebe für euch?
Elmira: Reine, ehrliche Gefühle, Zuneigung zu einem Menschen, dessen Charakter und Lebenseinstellung gut sind, der ein edles Herz hat.
Israfil: Dass mir jemand am Herzen liegt und auch die Charaktere zusammenpassen, dass zwei Menschen sich verstehen können und die Gewohnheiten und Tradition des anderen akzeptieren.
Was war die längste Zeit, die ihr voneinander getrennt wart?
Elmira: Die längste Zeit, die wir getrennt voneinander lebten, war die seines Militärdienstes.
Israfil: Zwei Monate, in denen ich zu einer Fortbildung in der Armee musste. Sonst lege ich viel Wert darauf, egal wo ich bin, abends immer bei meiner Familie zu sein.
Was wünscht ihr euch?
Elmira: Dass unsere Kinder auch glückliche Familien haben, dass wir alle gesund sind und in Frieden leben.
Israfil: Unser gemeinsamer Traum ist, dass wir, wenn wir in Rente sind, mit unseren Enkeln spielen können.