Zehn Paare aus acht Ländern, von Ägypten bis in den Jemen, von Afghanistan bis in die Türkei: Für die Zeitschrift „Zenith“ beantworteten sie Fragen zum Thema Liebe und Ehe – von erzkonservativ bis freizügig, von traditionell bis modern.
Der junge Jemenit Amin ist verlobt, seine Braut wird er aber erst am Hochzeitstag sehen. Der Aserbaidschaner Israfil umwarb seine Elmira dagegen schon in der gemeinsamen Studienzeit – mit selbst verfassten Liebesgedichten. Über Liebeslyrik freute sich auch Rodaina, die Braut von Yasser aus den Vereinigten Arabischen Emiraten – obwohl ihre Ehe arrangiert war.
Von erzkonservativ bis freizügig, von traditionell bis modern, von Liebe, die schon vor der Ehe besteht, bis zu Liebe, die nach der Heirat wachsen soll: Die islamische Welt ist kein einheitlicher Block.
Wie vielfältig die Menschen und ihre (Liebes-) Beziehungen in diesem Kulturraum sind, zeigt eine Serie von Porträts von Ehepaaren aus acht islamisch geprägten Ländern, die die Zeitschrift „Zenith“ gesammelt hat.
So berichtet die Türkin Tanyeli, dass sie für ein Jahr der Karriere wegen nach New York ging und ihren Ehemann zurückließ. Unvorstellbar für Nassima aus Afghanistan, die Hausfrau ist, mit 15 heiratete und mit ihrem 15 Jahre älteren Mann vier Kinder hat. Und der träumt auch nicht, wie Tanyelis Ehemann, von Computerspielen – sondern ist froh, dass er gleich zwei Mal der gegen ihn verhängten Todesstrafe entkam.